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"Ihr üblicher UNSC-Neuralchip, der jedem UNSC-Soldaten schon in der Grundausbildung implantiert wurde, identifizierte die eigenen Soldaten und stellte sie im Helm-Display dar."
– Auszug aus Die Schlacht um Reach.
Neuralimplantat
Ein Neuralimplantat, auch als Neuralchip oder neurales Interface bekannt, ist ein Implantat der Menschen, hauptsächlich von Soldaten des UNSC, die in den Hinterkopf chirurgisch eingesetzt werden um die Kompatibilität zu Geräten, Fahrzeugen, Waffen usw. zu verbessern.

HintergrundBearbeiten

Die Neuralimplantate sind eine menschliche Technologie die eingesetzt wird um eine kabellose Verbindung zwischen Personen und Geräten herstellen zu können. Seit wann die ersten Implantate verwendet werden ist unbekannt jedoch kann man davon ausgehen, dass die ersten Tests an militärischem Personal durchgeführt wurden. Bis ins Jahr 2553 wurden die meisten Chips in Soldaten des UNSC eingepflanzt um eine verbesserte Benutzung von Waffen und Fahrzeugen zu ermöglichen. Am häufigsten werden diese Implantate bei optischer Erfassung genutzt, so zum Beispiel bei den Standard CH252 Kampfhelmen der United Nations Space Command Defense Force, die eine automatische Freund-Feind-Kennung durchgeben wenn sich Verbündete oder Ziele im Blickfeld befinden. Generell wird eine intuitive Nutzung von Geräten ermöglicht. Theoretisch wäre eine Massennutzung möglich wobei allen Menschen eine vereinfachte Handhabung mit Technologie ermöglicht würde, dennoch beschränkt sich die Nutzung auf das Militär.

Jedem Rekruten wird bereits bei der Grundausbildung eines dieser Implantate eingesetzt.[1]

Aufbau & FunktionsweiseBearbeiten

Das Neuralimplantat wird in den Hinterkopf chirurgisch eingesetzt. Dabei werden dem Patienten die Haare geschoren und wohl ein Teil des Hinterhauptbeins entfernt um die Plattform des Implantats anzubringen. Diese ist der einzig sichtbare Teil des Implantats das dauerhaft von außen zu sehen ist. Der kleinere Teil des Interface sitzt wohl innen im Schädel. Über eine Schnittstelle können auch andere Gerätschaften direkt mit dem Implantat verbunden werden. Generell ist das Interface ein anfälliges System, das vor starken Schlägen geschützt werden sollte, da bei Beschädigungen oder Updates schwerwiegende Verletzungen auftreten können. Darunter Schwindel, Übelkeit, Orientierungslosigkeit, Beeinträchtigung bis Verlust des Sehvermögens[2]. Diese sind in der Regel nicht dauerhaft, können aber für eine Kampfunfähigkeit sorgen.

Damit das Interface für eine verbesserte Nutzung von Geräten sorgt, analysiert der Chip des Interface die Gehirnwellen und wandelt diese in Befehle um. So kann ein Soldat manche Software basierten Anwendungen mit den Gedanken steuern. Vermutlich werden vor der Implantierung die Gehirnmuster der Nutzer gespeichert, so dass der Chip auf diese Muster zurückgreift um zielgerichtete Befehle auszugeben. Der größte Vorteil besteht jedoch in der kabellosen Verbindung zu anderen Implantaten. So können eigene Informationen an andere Soldaten weitergegeben werden um zum Beispiel den aktuellen Freund-Feind Status anzugeben. Diese Informationen können mit einer modernen Version des Implantats sogar direkt an den Sehnerv übermittelt werden. Der Nutzer kann so Anzeigen wahrnehmen ohne dafür extra Bildschirme oder Display's dabei zu haben. Jedoch findet in der Regel eine Kombination aus HUD Einblendungen und Informationsvergabe an den Sehnerv statt. Vermutlich sind die menschlichen Synapsen nicht für eine Dauerbanspruchung geeignet.

Das Neuralimplantat ist auch ein wichtiger Bestandteil des MJOLNIR Programms, bei dem die Kampfrüstungen mit dem Interface verbunden werden um so eine bessere Steuerung zu ermöglichen. So können bereits beim MJOLNIR MK IV Anwendungen wie das Öffnen eines Kommunikationskanals per Gedanken gesteuert werden[3]. Technischer Höhepunkt ist aber wohl die Kombination des Interface mit dem MJOLNIR MK V Anzug, der eine Verbindung mit einer KI erlaubt. Dabei kann die KI, deren Datenkern im Anzug gelagert wird, über den Chip mit dem Träger kommunizieren ohne das Kommunitkationssystem des Anzuges zu nutzen. Die KI kann so auch auf die Steuerung des Chips zugreifen um z.B. die Systemleistung zu erhöhen, was sonst nur von Technikern durchgeführt werden kann[4]. Eine KI kann sogar eine solch starke Verbindung eingehen, dass es beinahe an eine Verschmelzung der "Gedanken" grenzt. Die KI kann so Informationen 1:1 verarbeiten die der Träger wahrnimmt[5].

Typen des NeuralimplantatsBearbeiten

Das Interface kann von Ärzten auch aktualisiert, verbessert oder nachgerüstet werden. Einfache Soldaten erhalten alle das gleiche Implantat. Nur bei besonderen Personen, wie Spezialeinheiten, werden Modifikationen vorgenommen. So auch bei den Spartanern während der Ausrüstung mit den MJOLNIR Anzügen. Diese Modifikationen wurden von Ärzten vorgenommen und dauerten nur einige Minuten. Dabei wurden vermutlich Teile der Schnittstelle ausgetauscht[6]. Durch diese Modifikation verbesserte sich die Interface Synchronität, die von KI's sogar nocheinmal erhöht werden kann[7].

TriviaBearbeiten

  • Die KI Cortana erhöhte die Synchronität zwischen ihr und dem Interface von John-117 auf 0,081%. Sie selbst beschreibt die Synchronität als die Beste die es geben kann.
  • Vermutlich werden auch die Freund-Feind Anzeigen des MJOLNIR Bewegungssensors mittels Neuralimplantat dargestellt, das Verbündete nur als gelbe Punkte dargestellt werden.
  • Bei den Oddballs aus den Halo Spielen kann man am Hinterkopf das Implantat erkennen.
  • Die Schnittstelle der Implantate erinnert sehr stark an die Implantate aus der Matrix Flim Trilogie. Womöglich haben sich die Bungie Mitarbeiter davon inspirieren lassen.

GalerieBearbeiten

QuellenBearbeiten

  1. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 100
  2. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 209
  3. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 100
  4. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 215
  5. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 213
  6. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 209
  7. Halo: Die Schlacht um Reach Seite 200
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